Was kostet eine Fassadenreinigung pro m²?
Als Orientierung liegt eine fachgerechte Fassadenreinigung bei rund 8 bis 15 Euro pro Quadratmeter netto. Diese Spanne ist bewusst breit, weil der Untergrund den Aufwand maßgeblich bestimmt. Eine glatte, gut zugängliche Putzfassade im Erdgeschoss liegt am unteren Ende, eine hohe, stark strukturierte Klinker- oder Natursteinfassade mit hartnäckigem Grünbelag am oberen. Wird im Anschluss ein Langzeitschutz aufgetragen, kommt ein Aufschlag hinzu, der sich über den verzögerten Wiederbefall meist rechnet.
Wichtig: Diese Zahlen sind Richtwerte, keine Festpreise, und sie verstehen sich netto. Für Privatkunden kommt die Mehrwertsteuer hinzu. Den genauen Wert für Ihre Situation ermitteln Sie über unseren Preisrechner, der eine unverbindliche Preisindikation liefert. Ein verbindlicher Festpreis entsteht erst nach der Begutachtung vor Ort, weil erst dann Fläche, Höhe und Zustand zuverlässig feststehen.
Die wichtigsten Kostenfaktoren der Fassadenreinigung
Seriöse Anbieter berechnen den Preis nie über einen einzigen Wert, sondern über das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Wer die kennt, erkennt schnell, ob ein Angebot realistisch ist.
Der Untergrund
Putz, Klinker, Naturstein, Sichtbeton und wärmegedämmte Fassaden reagieren völlig unterschiedlich auf Druck und Wärme. Eine glatte Putzfläche lässt sich gleichmäßig und zügig reinigen. Klinker mit tiefen Fugen, Strukturputz oder Zierelemente erfordern Detailarbeit, weil sich Grünbelag und Schmutz in jeder Vertiefung festsetzen. Je rauer und gegliederter die Oberfläche, desto höher der Zeitaufwand pro Quadratmeter.
Höhe und Zugänglichkeit
Eine Fassade im Erdgeschoss ist mit überschaubarem Aufwand erreichbar. Bei mehrgeschossigen Gebäuden braucht es ein Gerüst oder eine Arbeitsbühne. Als Richtwert liegt eine Arbeitsbühne bei rund 599 Euro pro Tag bis etwa 30 Meter Arbeitshöhe und rund 1.099 Euro pro Tag darüber. Ein kleineres Rollgerüst beginnt bei etwa 349 Euro. Dieser Posten fehlt in vielen Online-Vergleichen, ist aber bei hohen Fassaden oft der größte Einzelbetrag.
Art und Grad der Verschmutzung
Ein leichter Grünschleier auf der Wetterseite ist schnell gelöst. Eine über Jahre gewachsene, dichte Algen- und Mooskruste an einer dauerhaft beschatteten Nordfassade verlangt mehr Zeit, mehr Wärme und manchmal mehrere Durchgänge. Auch Rußfilme an stark befahrenen Straßen oder Verfärbungen durch defekte Dachrinnen erhöhen den Aufwand.
Mit oder ohne Langzeitschutz
Eine reine Reinigung ist der günstigste Einstieg. Ohne Schutzschicht kehrt der Grünbelag auf feuchten, beschatteten Flächen aber oft schon nach zwei bis drei Jahren sichtbar zurück. Ein aufgetragener Langzeitschutz verlangsamt diesen Zyklus deutlich und verlängert den Abstand bis zur nächsten Reinigung.
Rechenbeispiel: Was kostet die Fassadenreinigung an einem Einfamilienhaus?
Damit die Zahlen greifbar werden, ein typisches Beispiel: ein zweigeschossiges Einfamilienhaus mit Putzfassade und rund 140 Quadratmetern zu reinigender Fläche, mäßig vergrünt auf der Wetterseite. Bei einem Richtwert von etwa 10 Euro pro Quadratmeter netto liegt die reine Reinigung bei grob 1.400 Euro. Dazu kommt der Zugang über eine Arbeitsbühne mit rund 599 Euro für einen Tag sowie ein Aufschlag, wenn zusätzlich ein Langzeitschutz aufgetragen wird.
| Position | Richtwert netto | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Reinigung | rund 1.400 € | 140 m² × etwa 10 €/m² |
| Zugang | rund 599 € pro Tag | Arbeitsbühne; bei niedrigen, gut erreichbaren Fassaden oft weniger |
| Langzeitschutz | optionaler Aufschlag | rechnet sich meist über den verzögerten Wiederbefall |
| Größenordnung gesamt | rund 2.000 bis 2.800 € | je nach Höhe, Zustand und Schutz |
Wichtig bleibt: Das ist ein Richtwert für ein durchschnittliches Einfamilienhaus, kein Festpreis, und die Werte verstehen sich netto. Für Privatkunden kommt die Mehrwertsteuer hinzu. Eine niedrige Bungalow-Fassade ohne Bühne liegt deutlich darunter, eine hohe, stark strukturierte Klinkerfassade mit hartnäckigem Befall darüber. Den konkreten Wert für Ihr Haus liefert der Preisrechner als unverbindliche Indikation, den verbindlichen Festpreis die Begutachtung vor Ort.
Warum Grünalgen kein Fall für den Maler sind
Viele Eigentümer denken bei einer vergrünten Fassade zuerst an einen neuen Anstrich. Das ist in den meisten Fällen die teure Lösung für ein Problem, das gar keine ist. Grünalgen, Moos und Flechten sind ein biologischer Bewuchs auf der Oberfläche, kein Schaden an der Substanz. Sie entstehen dort, wo es feucht und schattig ist, und sie wachsen auf jeder Oberfläche, auch auf einem frisch gestrichenen Putz.
Genau das ist der Punkt: Ein Neuanstrich überdeckt den Bewuchs kurzfristig, beseitigt aber weder die Ursache noch die Sporen. Auf der frischen Farbe siedelt sich derselbe Bewuchs nach wenigen Jahren erneut an. Eine fachgerechte Reinigung entfernt den Biofilm vollständig, und der anschließende Langzeitschutz verzögert die Rückkehr. Das ist günstiger, schneller und materialschonender.
Fassadenreinigung vs. Neuanstrich: der Kostenvergleich
Die Zahlen machen den Unterschied deutlich. Ein Neuanstrich umfasst Reinigung, Grundierung, Material und mehrere Arbeitsgänge, oft inklusive Ausbesserung des Putzes.
| Maßnahme | Kosten pro m² netto | Was enthalten ist |
|---|---|---|
| Fassadenreinigung mit Langzeitschutz | rund 8 bis 15 € | Reinigung und Schutzauftrag, zuzüglich Zugangskosten |
| Fassadenanstrich | rund 30 bis 60 € | Material und Arbeitslohn, je nach Untergrund und Vorarbeit |
Voraussetzung ist, dass der Putz nicht reißt, abplatzt oder bröckelt. Liegen echte bauliche Schäden vor, ist ein Anstrich oder eine Sanierung der richtige Weg. Bei einer rein optischen Vergrünung auf intaktem Untergrund ist die Reinigung jedoch die klar wirtschaftlichere Entscheidung.
Sonderfall WDVS: wärmegedämmte Fassaden richtig behandeln
Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem sind weit verbreitet und besonders anfällig für Grünbelag, weil die gedämmte Oberfläche außen kühler bleibt und Tauwasser länger stehen lässt. Gleichzeitig ist der dünne Oberputz empfindlich. Roher Hochdruck oder aggressive Mittel beschädigen die Oberfläche und treiben Wasser in die Dämmung. Hier ist eine besonders schonende Methode mit niedrigem, kontrolliertem Druck und abgestimmter Temperatur Pflicht. Wer an dieser Stelle am Anbieter spart, riskiert teure Folgeschäden an der Dämmung.
Warum die Methode den Preis rechtfertigt
Ein billiges Angebot mit rohem Hochdruck wirkt verlockend, ist aber oft ein Risiko. Zu hoher Druck reißt Putzoberflächen auf, weitet Fugen und drückt Wasser hinter die Fassade. Heißwassertechnik mit angepasstem Druck löst den Bewuchs über die Wärme und braucht deshalb weniger mechanische Gewalt. Das schont den Untergrund und macht den nachfolgenden Langzeitschutz wirksamer, weil er auf eine wirklich saubere, intakte Oberfläche trifft.
Hinzu kommt die Frage, wer arbeitet. Sauber von Dauer setzt keine Subunternehmer ein. Anfrage, Probefläche und Ausführung liegen in der Hand desselben geschulten Teams, das in sechs Bundesländern tätig ist. Das macht das Ergebnis nachvollziehbar und gibt Ihnen einen festen Ansprechpartner.
So bekommen Sie einen belastbaren Preis
Weil Pauschalpreise wenig taugen, führen zwei Wege zu einem verlässlichen Preis. Erstens der Online-Preisrechner: Sie geben Fläche, Untergrund, Höhe und Verschmutzungsgrad ein und erhalten eine erste, unverbindliche Preisindikation. Zweitens die kostenlose Probefläche: Wir reinigen einen Abschnitt Ihrer Fassade, Sie sehen das Ergebnis, und wir schätzen den tatsächlichen Aufwand ein, ohne dass Sie vorab etwas zahlen. Auf dieser Grundlage entsteht ein verbindlicher Festpreis.
