Warum Schmutzwasser bei der Fassadenreinigung ein Thema ist
Beim Reinigen einer Fassade löst sich nicht nur Staub. Es lösen sich Algen, Moos, Flechten und der biologische Film, der die Fläche überzieht, dazu kommt das eingesetzte Reinigungsmittel. All das landet im ablaufenden Wasser. Versickert dieses Wasser ungehindert im Beet, läuft es in den Gully oder direkt in einen Bach, gelangen Nährstoffe und Wirkstoffe dorthin, wo sie nicht hingehören. Bei harmlosem Schmutz auf kleiner Fläche ist das unkritisch. Bei starken Bioziden, großen Flächen oder belastetem Untergrund wird es zur Umwelt- und Rechtsfrage.
Was die Vorschriften verlangen
Einen einzelnen Paragrafen, der für jede Fassadenreinigung gilt, gibt es nicht. Maßgeblich ist ein Zusammenspiel mehrerer Regeln. Das Wasserhaushaltsgesetz schützt Gewässer und Grundwasser allgemein vor schädlichen Einträgen. Die örtliche Abwassersatzung der Kommune legt fest, was in die Kanalisation eingeleitet werden darf. Und die Einstufung des verwendeten Reinigungsmittels entscheidet, wie streng die Anforderungen sind.
Daraus ergibt sich eine einfache Logik: Je stärker und umweltkritischer das Mittel und je größer die Fläche, desto eher muss das Wasser aufgefangen, gefiltert oder als Abwasser fachgerecht entsorgt werden. Wer dagegen mit einem verträglichen Mittel und kontrollierter Wassermenge arbeitet, hält die Belastung von vornherein gering und bleibt auf der sicheren Seite.
Wann das Schmutzwasser aufgefangen werden muss
Eine pauschale Pflicht zum Auffangen für jede Reinigung gibt es nicht, aber es gibt klare Fälle, in denen es geboten oder vorgeschrieben ist:
- Beim Einsatz starker Biozide oder chlorhaltiger Mittel, die nicht ins Erdreich oder Gewässer gelangen dürfen.
- Bei schadstoffhaltigen Altanstrichen, die sich beim Reinigen lösen können.
- In Wasserschutzgebieten und in der Nähe offener Gewässer, wo besondere Auflagen gelten.
- Bei großen Flächen mit entsprechend großer Wasser- und Schmutzmenge.
- Wenn die örtliche Abwassersatzung das Einleiten in den Kanal einschränkt.
In diesen Fällen wird das Wasser am Boden aufgenommen, über geeignete Vorrichtungen gesammelt und je nach Belastung gefiltert oder als Abwasser entsorgt. Das ist Aufwand, der Geld kostet, und genau deshalb sparen unseriöse Anbieter daran.
Wie Sauber von Dauer das Problem klein hält
Der wirksamste Schutz beginnt bei der Methode. Wir reinigen mit Heißwassertechnik bei einem auf den Untergrund abgestimmten Druck. Der Langzeitschutz entsteht im Verbund der Argo Union und wird auf das Material eingestellt, statt mit rohem Chlor aus dem Baumarkt zu arbeiten. Eine kontrollierte Wassermenge senkt die Belastung des ablaufenden Wassers von vornherein.
Wo es der Untergrund, das Mittel oder die örtliche Lage erfordern, planen wir den Umgang mit dem anfallenden Wasser von Anfang an mit ein und stimmen das Vorgehen vor Ort ab. So bleibt die Reinigung nicht nur an der Fassade sauber, sondern auch im Ergebnis für die Umwelt. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zu Bioziden und Umwelt.
Schmutzwasser als Prüfstein für die Seriosität
Für Eigentümer und Hausverwaltungen ist der Umgang mit dem Schmutzwasser ein einfacher und verlässlicher Test. Fragen Sie einen Anbieter, wie er mit dem ablaufenden Wasser und den Vorschriften umgeht. Ein Fachbetrieb kann das konkret beantworten und das Vorgehen erklären. Wer ausweicht, das Thema kleinredet oder gar nicht erst anspricht, arbeitet erfahrungsgemäß auch beim Untergrundschutz und beim Langzeitschutz nicht sorgfältig. Das Schmutzwasser verrät die Haltung dahinter.
