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Fassadenreinigung: Schmutzwasser auffangen und Vorschriften beachten

Von Björn & Christian, Gründer von Sauber von Dauer7 Min. Lesezeit

Eine Fassadenreinigung ist mehr als sauberes Aussehen. Das ablaufende Wasser nimmt gelösten Grünbelag und Schmutz mit und gelangt über Boden, Hofgully und Kanalisation in die Umwelt. Genau deshalb gibt es Regeln, wann dieses Schmutzwasser aufgefangen oder zumindest kontrolliert werden muss. Für Eigentümer und Verwalter ist das doppelt wichtig: aus Verantwortung für die Umwelt und weil ein Betrieb, der diese Vorgaben ignoriert, oft auch sonst nicht sauber arbeitet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ablaufendes Reinigungswasser führt Biofilm und Chemie mit und darf nicht unkontrolliert ins Erdreich oder Gewässer gelangen.
  • Maßgeblich sind Wasserhaushaltsgesetz, örtliche Abwassersatzung und die eingesetzten Mittel. Je stärker das Mittel, desto strenger die Vorgabe.
  • Bei starken Bioziden oder schadstoffhaltigem Untergrund kann das Auffangen und fachgerechte Entsorgen des Wassers Pflicht sein.
  • Ein verträgliches Mittel und eine kontrollierte Wassermenge reduzieren das Problem von vornherein.
  • Wie ein Betrieb mit dem Schmutzwasser umgeht, ist ein verlässliches Erkennungszeichen für Seriosität.

Warum Schmutzwasser bei der Fassadenreinigung ein Thema ist

Beim Reinigen einer Fassade löst sich nicht nur Staub. Es lösen sich Algen, Moos, Flechten und der biologische Film, der die Fläche überzieht, dazu kommt das eingesetzte Reinigungsmittel. All das landet im ablaufenden Wasser. Versickert dieses Wasser ungehindert im Beet, läuft es in den Gully oder direkt in einen Bach, gelangen Nährstoffe und Wirkstoffe dorthin, wo sie nicht hingehören. Bei harmlosem Schmutz auf kleiner Fläche ist das unkritisch. Bei starken Bioziden, großen Flächen oder belastetem Untergrund wird es zur Umwelt- und Rechtsfrage.

Was die Vorschriften verlangen

Einen einzelnen Paragrafen, der für jede Fassadenreinigung gilt, gibt es nicht. Maßgeblich ist ein Zusammenspiel mehrerer Regeln. Das Wasserhaushaltsgesetz schützt Gewässer und Grundwasser allgemein vor schädlichen Einträgen. Die örtliche Abwassersatzung der Kommune legt fest, was in die Kanalisation eingeleitet werden darf. Und die Einstufung des verwendeten Reinigungsmittels entscheidet, wie streng die Anforderungen sind.

Daraus ergibt sich eine einfache Logik: Je stärker und umweltkritischer das Mittel und je größer die Fläche, desto eher muss das Wasser aufgefangen, gefiltert oder als Abwasser fachgerecht entsorgt werden. Wer dagegen mit einem verträglichen Mittel und kontrollierter Wassermenge arbeitet, hält die Belastung von vornherein gering und bleibt auf der sicheren Seite.

Verantwortlich ist nicht nur der ausführende Betrieb, sondern auch der Auftraggeber als Eigentümer der Fläche. Ein Anbieter, der das Thema Schmutzwasser gar nicht anspricht, ist ein Warnzeichen.

Wann das Schmutzwasser aufgefangen werden muss

Eine pauschale Pflicht zum Auffangen für jede Reinigung gibt es nicht, aber es gibt klare Fälle, in denen es geboten oder vorgeschrieben ist:

  • Beim Einsatz starker Biozide oder chlorhaltiger Mittel, die nicht ins Erdreich oder Gewässer gelangen dürfen.
  • Bei schadstoffhaltigen Altanstrichen, die sich beim Reinigen lösen können.
  • In Wasserschutzgebieten und in der Nähe offener Gewässer, wo besondere Auflagen gelten.
  • Bei großen Flächen mit entsprechend großer Wasser- und Schmutzmenge.
  • Wenn die örtliche Abwassersatzung das Einleiten in den Kanal einschränkt.

In diesen Fällen wird das Wasser am Boden aufgenommen, über geeignete Vorrichtungen gesammelt und je nach Belastung gefiltert oder als Abwasser entsorgt. Das ist Aufwand, der Geld kostet, und genau deshalb sparen unseriöse Anbieter daran.

Wie Sauber von Dauer das Problem klein hält

Der wirksamste Schutz beginnt bei der Methode. Wir reinigen mit Heißwassertechnik bei einem auf den Untergrund abgestimmten Druck. Der Langzeitschutz entsteht im Verbund der Argo Union und wird auf das Material eingestellt, statt mit rohem Chlor aus dem Baumarkt zu arbeiten. Eine kontrollierte Wassermenge senkt die Belastung des ablaufenden Wassers von vornherein.

Wo es der Untergrund, das Mittel oder die örtliche Lage erfordern, planen wir den Umgang mit dem anfallenden Wasser von Anfang an mit ein und stimmen das Vorgehen vor Ort ab. So bleibt die Reinigung nicht nur an der Fassade sauber, sondern auch im Ergebnis für die Umwelt. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zu Bioziden und Umwelt.

Schmutzwasser als Prüfstein für die Seriosität

Für Eigentümer und Hausverwaltungen ist der Umgang mit dem Schmutzwasser ein einfacher und verlässlicher Test. Fragen Sie einen Anbieter, wie er mit dem ablaufenden Wasser und den Vorschriften umgeht. Ein Fachbetrieb kann das konkret beantworten und das Vorgehen erklären. Wer ausweicht, das Thema kleinredet oder gar nicht erst anspricht, arbeitet erfahrungsgemäß auch beim Untergrundschutz und beim Langzeitschutz nicht sorgfältig. Das Schmutzwasser verrät die Haltung dahinter.

Sauber von Dauer ist in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Thüringen und dem Saarland tätig. Wir besprechen Mittelwahl und Umgang mit dem anfallenden Wasser vorab, die Begutachtung und Probefläche sind kostenlos und unverbindlich.
Björn van Diemen und Christian Schlick, die Gründer von Sauber von Dauer

Über die Autoren

Björn van Diemen & Christian Schlick · Gründer von Sauber von Dauer

Björn van Diemen und Christian Schlick führen das inhabergeführte Fachunternehmen für Außenflächenreinigung aus Haßloch selbst: eigene Teams statt Subunternehmer und tägliche Praxis auf Dach, Fassade und Steinflächen. Jede Empfehlung in diesem Ratgeber verantworten sie persönlich.

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Häufige Fragen

Muss man bei der Fassadenreinigung das Schmutzwasser auffangen?

Nicht in jedem Fall, aber immer dann, wenn starke Biozide, schadstoffhaltige Altanstriche, große Flächen oder besondere Lagen wie Wasserschutzgebiete im Spiel sind. Maßgeblich sind das Wasserhaushaltsgesetz, die örtliche Abwassersatzung und die eingesetzte Temperatur und der Druck. Eine geeignete Temperatur und kontrollierte Wassermengen reduzieren das Problem.

Welche Vorschriften gelten für das Abwasser?

Es gibt keinen einzelnen Paragrafen, sondern ein Zusammenspiel: Das Wasserhaushaltsgesetz schützt Gewässer und Grundwasser, die kommunale Abwassersatzung regelt, was in den Kanal darf, und die Einstufung des Reinigungsmittels bestimmt, wie streng die Auflagen sind.

Darf das Reinigungswasser einfach im Beet versickern?

Bei harmlosem Schmutz auf kleiner Fläche ist das meist unkritisch. Sobald starke Mittel, große Mengen oder belasteter Untergrund dazukommen, dürfen die Wirk- und Schadstoffe nicht unkontrolliert ins Erdreich oder Gewässer gelangen. Dann muss das Wasser aufgefangen und fachgerecht behandelt werden.

Woran erkenne ich, dass ein Betrieb das ernst nimmt?

Fragen Sie nach. Ein Fachbetrieb kann konkret erklären, welches Mittel er einsetzt und wie er mit dem ablaufenden Wasser umgeht. Wer ausweicht oder das Thema gar nicht anspricht, arbeitet erfahrungsgemäß auch sonst nicht sorgfältig.

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